Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Hier ein neuer Beitrag der Leseparade, an der ich seit einiger Zeit teilnehme. Wir sind eine Gruppe aus dem Umfeld des Hamburger Betahauses und sammeln in unserem Kreis jede Woche Leseempfehlungen, die dann reihum jeweils einer von uns gesammelt bloggt. Das heißt, jede Woche stehen die Leseempfehlungen auf einem anderen Blog. Heute bin ich mal wieder dran. Was genau eine Leseparade ist und die Liste der vergangenen Paraden findet sich bei Die Geburt der Leseparade.

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Harry Truman prustete los und fragte, ob Mr. Allan vorhabe, den Vizepräsidenten unter den Tisch zu trinken. Allan antwortete, er habe in den letzten Jahren gelernt, dass die Mexikaner sich auf die Herstellung eines Schnapses verstünden, der fast genauso reinhaue wie der schwedische Klare. Aber der Vizepräsident dürfe selbstverständlich auch gerne Milch trinken, wenn ihm das passender vorkomme.

Heute mal was Anderes – ich wage, Belletristik zum Lesestück der Woche zu machen. Nachdem mich dieses Buch auf den ersten Blick überhaupt nicht ansprach, bin ich zum Glück dennoch der Empfehlung einer vertrauenswürdigen Quelle gefolgt. Jonas Jonasson hat einen Roadmovie in Buchform kreiert, der vor Wortwitz und Absurdität nur so strotzt. Der Inhalt lässt sich kaum zusammenfassen. Einfach lesen. Schmökerlektüre.

Gelesen von Frauke Peter

(Abbildung: http://www.jonasjonasson.com/the-book)

 

 

Ihr seid Arschkriecher

http://www.flickr.com/photos/watt_dabney/4907978647/in/photostream/

Ihr seid der für das System äußerst bequeme und ziemlich dekadente historische Sonderfall einer jungen Generation, die den Alten lieber in den Arsch kriecht, als zu revoltieren. Ihr habt euch angepasst. Statt Konfrontation, Konflikt, Dynamik, und damit Entwicklung zu bringen, verhaltet ihr euch passiv und abwartend. Ihr bringt nichts in Gang. Ihr denkt nicht quer. Ihr seid keine Punks und nicht einmal Hippies. Ihr seid Schafe. Ihr seht alle gleich aus, habt den gleichen Lebenslauf und bewerbt euch um die gleichen Jobs. Die Personalchefs müssen dann nur noch herausfinden, wer von euch am lautesten blökt …

Der Unternehmer Gerald Hörhan reflektiert in seinem Buch “Gegengift” die aktuellen Finanzkrisen und beschimpft die dadurch gearschte junge Generation. Der Autor gefällt sich darin, sich als Business-Punk darzustellen und mit Statussymbolen zu protzen [sic!]. Entsprechend kontrovers und sarrazin ist die Rezeption seiner Aussagen. Inhaltlich finde ich seine Ansichten nicht nur unterhaltsam, sondern im positiven Sinne bedenkenswert – wenn ich mal wohlwollend davon absehe, das er sich recht einseitig nur an wirtschaftlichen Fragen ausrichtet. Letztendlich wird er aber konkret in seinen Empfehlungen und liefert brauchbare Hinweise “wie ihr euch wehrt”.

Gelesen von Bernd Oestereich

Soziale Wertanlage: Von Sparkasse, Aktienfonds und Schnellschüssen

http://www.flickr.com/photos/luxemburger/553763547/

Aber ich denke mal 10 Jahre zurück. Nur weil da ne neue Frauenzeitschrift aufgelegt wurde, haben auch nicht gleich alle ihre Mediastrategie geändert. Geschweige denn ihre PR-Konzepte.

Christian Henne (@Christian_Henne) stellt in seinem Blog die Frage, ob es nicht mal an der Zeit sei, ein wenig Dampf vom Social Media-Kessel zu lassen. Er eröffnet den Artikel fast mit einer Entschuldigung, es werde nicht den Tipp geben, welche neue Plattform man sofort unbedingt keinesfalls verpassen darf, weil sonst gar nichts mehr geht. Richtig, und die vermeintlichen Wahnsinnserfolge von Pinterest gilt es auch mal zu hinterfragen…

Ergo? Social Media sind vertane Zeit und Geld? Nein! Aber man muss sich genau überlegen, was man wo mit welchen Zielen und welcher Strategie unternimmt. Ein Vergleich verschiedener Plattformen mit unterschiedlichen Investments ist sehr plausibel.

Gelesen von Bernd Lohmeyer

Why We Have to Go Back to a 40-Hour Work Week to Keep Our Sanity

http://www.flickr.com/photos/44442915@N00/3406132648/

There are now whole industries and entire branches of medicine devoted to handling workplace stress, but the bottom line is that people who have enough time to eat, sleep, play a little, exercise, and maintain their relationships don’t have much need of their help. The original short-work movement in 19th-century Britain demanded “eight for work, eight for sleep, and eight for what we will.” It’s still a formula that works.

Diesen ausführlichen Artikel kann man wirklich als einen Augenöffner bezeichnen. Ich beschäftige mich schon seit sechs Jahren mit dem Thema Recruiting und dem Arbeitsplatz der Zukunft und seit zwei Jahren habe ich mir meinen eigenen Traumarbeitsplatz, ja meine Berufung geschaffen. Ich bin schlicht gesagt nicht mehr in der Lage täglich einen Arbeitsplatz aufzusuchen, wo von mir verlangt würde über meine Gewohnheiten hinaus Zeit abzusitzen. Ich arbeite wenn es sein muss auch weit über 40 Stunden die Woche aber ich kann es mir leisten, denn ich nehme mir nach intensiven Phasen immer soviel Freiraum wie ich brauche um den Akku auf 100% zu bringen. Ich wünsche jedem einzelnen Leser ebenfalls diese Freiheit, Arbeit darf nicht krank machen!

Gelesen von Jörn Hendrik Ast

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