Vortrag: Führung ist zu wichtig, um sie nur Führungskräften zu überlassen

Vortrag auf der Manage-Agile 2016 am 17. November 2016

Die letzten 100 Jahren waren gekennzeichnet durch die Automatisierung der Produktionsarbeit. Was früher manuell produziert wurde, wird heute von effizienten maschinelle Prozessen und Strukturen getragen.

Die nächsten Jahrzehnte werden gekennzeichnet sein durch die Prozessualisierung der Führung. Was bisher Führungskräfte individuell entscheiden haben, wird zukünftig vermutlich von effizienten kollegialen Führungsprozessen getragen.

Führungsarbeit statt Führungskräfte
Führung wird zum integralen Bestandteil der Arbeit eines jeden Mitarbeiters. Künftig wird mehr geführt als je zuvor. Nicht durch mehr Manager, Verwalter und Bürokraten, sondern durch die wertschöpfenden Mitarbeiter selbst – durch eine kollegiale Führung.

Eine kollegial-selbstorganisierte Führung ist nicht zu verwechseln mit Beliebigkeit, Unverbindlichkeit, Willkür, Basisdemokratie, Endlosdiskussionen und Herrschaft des Mittelmaßes. Ganz im Gegenteil. Gerade damit Führung zum Teil der Arbeit eines jeden Mitarbeiters werden kann, brauchen solche Organisationen eine leistungsfähige soziale Architektur und Infrastruktur, einen klaren organisatorischen Rahmen und eine Reihe einfach zu benutzender Organisations- und Führungswerkzeuge.

In dem Vortrag zeigt Bernd Oestereich, welche Erfahrungen er mit welchen Organisationswerkzeugen in welchen Unternehmenskontexten machen konnte.