Das Handbuch für die neue Gründer-Generation

[Diese Beitrag wurde erstmals am 8.12.2011 im Heise-Developer-Blog veröffentlicht.]

In der einschlägigen Gründerszene ist das Buch natürlich bekannt – es ist tatsächlich das Buch schlechthin für die neue Gründergeneration. Viele kennen das Buch also wahrscheinlich schon, für alle anderen hier aber noch mal der Lesebefehl respektive eine kurze Buchvorstellung.

Fast 500 Personen aus der ganzen Welt haben an dem Buch mitgewirkt – Alexander Osterwalder und Yves Pigneur haben es zu einem übersichtlichen, leicht verständlichen und angenehm gestalteten Werk zusammengeführt: „Business Model Generation – ein Handbuch für Visionäre, Spielveränderer und Herausforderer“ lautet der Titel.

Selbst wer gerade kein Start-up betreibt, kann in dem Buch viele Anregungen finden, über die oder das Geschäftsmodell, in dem er/sie aktuell tätig ist, zu reflektieren und es kritisch zu hinterfragen. Und wer das auch nicht braucht, freut sich vielleicht über ein liebevoll gestaltetes Fachbuch.

Herzstück des Buchs ist eine Schablone/ein Formular – das „Business Model Canvas“ das neun Bausteine vorgibt, mit denen ein Geschäftsmodell beschrieben werden sollte:

  • Kundensegmente
  • Wertangebote
  • Kanäle
  • Kundenbeziehungen
  • Einnahmequellen
  • Schlüsselressourcen
  • Schlüsselaktivitäten
  • Schlüsselpartnerschaften
  • Kostenstruktur

Am besten druckt man sich die Schablone im Großformat aus und füllt die Bausteine mit Haftnotizen, damit sich das Gesamtmodell lebendig und dynamisch entwickeln lässt, wie es auch das noch folgende kurze Video zeigen wird.

Nicht ganz zufällig empfiehlt und demonstriert das Buch die Anwendung populärer Design-Thinking-Techniken wie

  • Gewinnen von Einsichten durch synthetische Perspektiven und hier Empathiekarten genannte Personas
  • Ideenproduktionsprozess
  • visuelles Denken, Erzählen und Arbeiten
  • exploratives Prototyping
  • Geschichten erzählen
  • Szenarios

Neben weiteren nützlichen Inhalten enthält das Buch auch Beispiele bekannter Geschäftsmodelle und verdichtet sie zu Mustern, beispielsweise Amazon, Nintendos Wii, Nespresso und Car2Go. Auf der Internetseite zum Buch gibt es auch Download-Möglichkeiten des Canvas, Leseproben u. a. Ich finde das Buch ist auch ein guter Einstieg in das Thema Design Thinking (Was ist Design Thinking?).

Um es nicht bei einer gewöhnlichen Buchbesprechung zu belassen, habe ich mich auf den Weg gemacht und nach Menschen gesucht, die es praktisch angewendet haben, also Entrepreneure und Gründerteams. Hierzu musste ich nicht weit laufen, im Betahaus Hamburg bin ich sofort fündig geworden. Jörn Hendrik Ast, Mitgründer von Ffluid.de, fand sich für ein kurzes Interview bereit und zeigt auch sein Geschäftsmodell anhand des Canvas aus dem Buch.

Das Handbuch für die neue Gründer-Generation from oose Innovative Informatik on Vimeo.

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